Chronik

Auszüge aus der Festschrift zum 125 jährigen Jubiläum des CVJM (der Posaunenchor ist 13 Jahre jünger!) 2006:

Wir sind 48 von über 100.000 Menschen, die in Deutschland in Posaunenchören spielen. In Württemberg sind wir eingebettet in der vom Evangelischen Jugendwerk verantworteten Bläserarbeit mit über 740 Blechbläserchören und rund 19.000 Bläserinnen und Bläsern. Posaunenchor Was macht den Untertürkheimer Posaunenchor zum Posaunenchor? 47 Bläserinnen und Bläser im Alter von
12 – 74 Jahren, Frauen und Männer, Schüler und Rentner, Kaufleute und Weingärtner, Krankenschwestern und Hausfrauen, Ingenieure und Handwerker, Arbeitslose und Lehrlinge, Kinder und Enkel von aktiven Bläsern, die seit einem Jahr im Chor sind und viele erfahrene Bläser, die seit mehr als 50 Jahren spielen.
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Wir sind alle Laien, haben die Bläsermusik lieb und musizieren für die zahlreichen Zuhörer und zu Gottes Ehre. Wir spielen in Untertürkheim und auch mal sonst wo in Deutschland, zuletzt in Thüringen, und außerhalb Deutschlands, 2002 in Samara/Russland– 2006 in Nordspanien mit dem Ziel Santiago de Compostella – in Gottesdiensten und auf der Straße, in Altenheimen, Krankenhäusern und Gefängnissen, bei CVJM-Veranstaltungen und Gemeindefesten, bei Hochzeiten, Beerdigungen und bei Veranstaltungen der bürgerlichen Gemeinde. Im Jahr kommen rund 70 Einsätze und über 50 Proben zusammen. Und das alles seit vielen Jahrzehnten. Für Leute die gerne anfangen möchten, gibt es eine von Margrit Strauß hervorragend verantwortete Anfängerschulung. Die jungen Bläser werden im sogenannten „Teenie-Chörle“ weitergebildet. Die Familien werden beim jährlichen „Grillabend“ (gemütliches Treffen mit buntem Programm) und früher bei Familienfreizeiten mit eingebunden. Die Bläserarbeit ist nur durch die Unterstützung der Familienangehörigen möglich, die ihre Bläser wöchentlich zu den Proben und Einsätzen ziehen lassen. Posaunenarbeit in Untertürkheim ist Jugend- und Erwachsenenarbeit. Wir bieten den Menschen aller Generationen eine geistliche Heimat und eine lohnende Aufgabe: Das Evangelium mit den ganz eigenen Mitteln den Menschen weiter zu tragen, öffentlich Stellung zu beziehen und in der Chorgemeinschaft Schritte im Glauben machen. Mit der generationenübergreifenden Arbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Jugendarbeit und zur Integration der Generationen. Unser Repertoire reicht von Gabrieli (16. Jahrhundert) bis Hans-Joachim Eißler (geboren 1972), von der venezianischen Schule, über Barock, Klassik, Romantik bis zu modernen Musikstücken und Chorälen. Gespielt werden Vokal-, Bläser-, Choral-, Tanz-, Spiritual- und Pop-Musik. Mittlerweile haben sich bei uns ca. 100 verschiedene Notenbücher und Hefte angesammelt, wobei das gute alte „Posaunenklänge“ (seit 1956) und das Choralbuch als Standartwerke gelten.
Mit Rainer Strauß, Organisation seit 1993 und Martin Ströbel, Chorleitung seit Sommer 1995, ist nun die nächste Generation in der Verantwortung.
Aussichten, Überlegungen, Visionen

➤ Weiterhin eine aktive und lebendige Ausbildungs- und Jugendarbeit
➤ Unsere älteren Bläser können und wollen noch lange mitspielen. Sie prägen den Chor und geben der Chorarbeit Stabilität.
➤ Die Gemeinschaft im Chor ist geprägt vom tiefen Glauben an Jesus Christus, der hilft einander zu tragen und nicht nur zu ertragen, ist Heimat für die Bläser und ihre Angehörigen, schafft nach Innen und Außen eine große Ausstrahlung, ermöglicht uns aus Liebe zur Musik und zu Jesus Christus hörbar die gute Botschaft in unseren Ort hinaus zu tragen, ist so ansteckend, dass jeder gerne dabei sein möchte
➤ Die „Drei-Generationen-Gemeinschaft“ bleibt erhalten
➤ Der Posaunenchor bleibt als Geschenk Gottes erfahrbar. Als Beschenkte leisten wir gerne die vielen und notwendigen Dienste
➤ In „Wüstenzeiten“ gibt es Männer und Frauen, die durchhalten, die ihr Vertrauen auf Gott setzen und stark sind durch den, der der Anfang von allem ist und der in Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird, um alles neu zu machen: Jesus Christus.
„Unsere Posaunenchöre sind soviel wert, als sie darin brennen, die frohe Botschaft von Jesus kundzumachen“ Pastor J. Busch
Martin Ströbel

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